Archiv für den Monat September 2015

Projekt 2: meine Baustellen :D

Im Moment habe ich massig Zeit (Uni hat noch nicht angefangen, mein letzter Arbeitstag steht vor der Tür, die gröbsten Organisationsbaustellen sind bearbeitet), deshalb widme ich mich nicht nur meiner Korrektur meines 1. Projekts, sondern habe auch weiter an meinem 2. Projekt gearbeitet, bei dem ich nun schon sehr bald mit dem Schreiben beginnen möchte. Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, handelt es sich hierbei um eine Dystopie (ganz klassisch mit Rebellion :D), also ganz anders als mein erstes Projekt, das ja mehr so im Bereich Grusel/Spannung angesiedelt ist. Auch wird die Zielgruppe etwas älter sein (statt 13+ denke ich nun an 15/16).

Gestern Abend bin ich nun endlich mit dem Plotten fertig geworden. Ich sitze an dieser Idee ja jetzt schon recht lange (ursprünglich wollte ich sogar diese Idee als mein „Roman in 6 Monaten“ Projekt nehmen, musste das aber verwerfen, weil ich total im Plot hing und nicht weiter kam) und bin schon richtig heiß drauf, sie jetzt endlich zu schreiben. Zunächst werde ich aber noch zwei drei Vorbereitungen treffen müssen:

  • Weltenbau: meine Welt hat rein planerisch noch einige Lücken, die ich noch schließen muss. Vor allem im Bereich Politik, was für eine Dystopie und Rebellionsgeschichte natürlich unerlässlich ist in meinen Augen.
  • Ziele und Handlungen der Nebencharaktere: ein wirklich wichtiger Punkt. Ich möchte eine bessere und detaillierte Übersicht über die einzelnen Ziele und Motivationen meiner Nebencharaktere einbauen und natürlich auch ausgefeiltere Handlungsstänge. In meinem 1. Projekt gab es sowas wie Nebencharaktere aufgrund der Storyline ja gar nicht, deshalb ist das nun ein zusätzlicher Punkt, an den ich denken muss.
  • Länge. Dieses Mal wird mein Projekt wesentlich länger werden als mein 1. was mit 144 Normseiten recht kurz ist, aber meiner Zielgruppe angemessen, wie ich denke (und so vergleichen konnte). Jetzt heißt es einige Seiten mehr schreiben und ich hoffe, dass ich durchhalte 😀

Wie weit seid ihr mit euren Projekten? Schreibt ihr an mehreren gleichzeitig? Was sind so eure Baustellen?

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Hans Peter Roentgen: Drei Seiten für ein Exposé

Da ich mich ja so langsam damit beschäftigen muss/will, wie man ein gutes Exposé schreibt, habe ich mich kürzlich nach nützlichen Schreibratgebern umgesehen (nachdem mir die Internetseiten zu dem Thema alle nicht so zugesagt haben. Falls ihr eine gute kennt, würde ich mich freuen, wenn ihr sie mir mitteilt). Und siehe da: schon wieder wurde fast überall nur Hans Peter Roentgen genannt, mit seinem zweiten Schreibratgeber: Drei Seiten für ein Exposé.

Inhalt: Exposés sind das Fegefeuer der Autoren. Hier erfahren Sie, wie sie ein Exposé schreiben, es verbessern und für Ihren Roman nutzen, um Schwachstellen Ihrer Geschichte aufzuspüren. Was ein Kurzexposé und ein Pitch ist und was Sie an Verlage und Literaturagenten schicken müssen.

Kapitelübersicht:

  • Plot, Exposé und Pitch
  • 14 Beispielexposé und das dazugehörige Lektorat
  • Die Zielgruppe
  • Eindampfen – die Kunst ein Exposé zu schreiben
  • Beispiele von 7 erfolgreichen Exposés
  • Checkliste Exposé und Plot
  • Interview mit sieben Literaturagenten
  • Anhang (u.A. was Sie Agenten und Verlagen schicken, Lexikon der Fachbegriffe)

Pro:

✔ Die Beispielexposés und vor allem das Lektorat legen gekonnt die Finger auf die Schwachstellen der Texte. Nachdem man die ersten Beispiele gelesen hat, fallen einem die Fehler schon selbst auf, bevor man Roentgens Lektorat liest.

✔ Der Schreibstil ist, wie auch in seinem anderen Ratgeber, frisch und wirklich gut zu lesen.

✔ Die Beispiele von erfolgreichen Exposés führen einem noch einmal gut vor Augen, worauf es am Ende wirklich ankommt. Natürlich wurden auch sie wieder kommentiert.

✔ Das Interview ist etwas, worauf ich mich vor dem Lesen wirklich gefreut habe. Es werden Fragen beantwortet wie: „Wie nüchtern sollte ein Exposé sein?“ „Was muss auf jeden Fall in einem Exposé drinstehen?“ „Was ist die ideale Länge?“

✔ Der Anhang und speziell die Seiten „Was muss man alles an einen Verlag schicken?“ fassen die vorherigen Seiten noch einmal formal gut zusammen.

Contra:

✘ Was ich etwas vermisst habe, war noch einmal eine grobe Übersicht über die Fehler. Also eine Art Zusammenfassung (was ich ja auch schon an seinem letzten Schreibratgeber etwas bemängelt habe). Ständig blätter ich mit meinem Marker durch die Seiten und mal mir alles bunt, was für mich akut wichtig ist. Wenn ich es zusammen geschrieben habe, werde ich es euch hier natürlich bereit stellen!

✘ Das Kapitel „Eindampfen – so schreibt man ein Exposé“ hat mich persönlich etwas enttäuscht, da es sehr oberflächlich gehalten ist. Mehr Details und eine genauere Anleitung hätten mir mehr geholfen.

✘ Und zu guter letzt: Die Beispielexposés kommen Schwerpunktmäßig aus den Genre Historienroman und Fantasy. Gerade ich, die ja jetzt nicht so ein Fantasy Fan ist, hab mich damit etwas schwer getan. Ein Exposé für einen strukturierten Krimi wäre noch schön gewesen.

Fazit:

Insgesamt kann ich diesen Schreibratgeber auf jeden Fall empfehlen, vor allem für Anfänger im Exposé schreiben. Mir hat er auf jeden Fall weiter geholfen und mich sensibilisiert. Ich glaube er ist auch ganz hilfreich, wenn man erst noch in der Planung von seinem Roman steckt, um gröbere Fehler zu vermeiden und von Anfang an mehr Struktur in das geschriebene zu bringen.

Kennt ihr noch weitere gute Ratgeber zum Thema Exposé schreiben? Oder Internetseiten? Habt ihr das vorgestellte Buch selbst zu Hause und was haltet ihr davon?

Noch 7 Tage – Endspurt!

Ich kann es kaum glauben, aber in nur einer Woche sind die sechs Monate meines Projekts um! Jetzt heißt es noch einmal alles geben! Was das konkret heißt? Ich habe von einem Großteil meiner Betaleser nun schon Feedback erhalten und werde dieses jetzt noch in meinen Text einbauen. An dieser Stelle auch noch mal ein herzliches Dankeschön an alle meine fleißigen Probeleser für euer ehrliches Feedback!

Ich hatte ja nach jedem Kapitel Fragen eingebaut, mit der Bitte, diese doch so ehrlich wie möglich zu beantworten (und ohne zurückzublättern). Diese Fragen haben mich wirklich weitergebracht. Zumal ich gesehen habe, welche Textstellen verstanden wurden, ob Ziele und Motivationen klar wurden etc. Leider habe ich so auch herausgefunden, dass eine meiner Lieblingsszenen bei den meisten als die langweiligste galt. =( Naja, so ist das halt!

Natürlich wurden auch noch zwei drei Rechtschreibfehler gefunden (vielleicht auch ein paar mehr…) 😀 Und die werden jetzt auch noch beseitigt. Insgesamt waren alle recht begeistert. Ich hoffe, dass das auch wirklich an der Geschichte lag und nicht auf Sympathie beruhte (ohne hier jemandem was unterstellen zu wollen :D. Aber da auch Kritik dabei war, bin ich wirklich froh, mich zu diesem Schritt entschlossen zu haben. Auch wenn es immer schwer fällt, also mir zumindest, jemandem zum ersten Mal etwas selbst geschriebenes zu zeigen.

Wie es jetzt mit dem Blog weitergeht? Nun, da ich meinen Roman so gut wie abgeschlossen habe, wird es an der Zeit einen Verlag zu suchen (bzw mehrere), mich mit dem Exposé schreiben zu befassen und natürlich an neuen Projekten weiter zu arbeiten. Ich werde euch weiterhin auf dem laufendem halten mit Statusberichten, aber den Fokus jetzt auch dann weiter auf Themen rund um das kreative Schreiben legen. Ich hoffe, dass das in eurem Sinne ist!

Weltenbau – von Monarchen, Herrschern und Rebellen

In dem heutigen Teil der Weltenbauserie geht es um (na na na?) Politik! Immer wenn mehrere

Menschen auf einem Fleck zusammen leben, herrscht irgendeine Form von sozialer Gemeinschaft / Bündnis mit gewissen Regeln. So gut wie jedes Dorf hat einen Vorsteher oder einfach jemanden, auf den die Leute hören und zu dem sie aufsehen. Hauptmotiv vieler Fantasie Geschichten ist gerade der Kampf gegen die momentane Regierungsform, ein aufbegehren nach Freiheit oder Demokratie. Deshalb muss man sich darüber bewusst werden, welches politische System in seiner eigenen Welt herrscht (oder welche, also Plural, wenn man mehrere unterschiedliche Länder in seiner Welt hat, die vielleicht sogar gegeneinander kämpfen). Zur Vereinfachung stelle ich in diesem Kapitel die verschiedenen Herrschaftsformen in ihren Grundzügen vor und versuche jeweils ein passendes Beispiel aus einem Buch zu finden. Ich stelle euch die gängigsten Herrschaftsformen vor, aber auch zwei drei ungewöhnliche, die euch für eure Geschichte eventuell inspirieren.

Beginnen wir mit der Anarchie, aber nur, weil sie ein Sonderfall ist, Anarchie bedeutet, dass keine Herrschaftsform vorliegt und somit auch niemand Herrschaft ausübt. Allerdings kann Anarchie nur existieren, wenn es vorher schon eine Herrschaftsform gab. Anarchie wird somit als bewusste Rückkehr aus einer Herrschaftsform verstanden.

Absolutismus: Beim Absolutismus herrscht ein von Kontrollen losgelöster Monarch. Er untersteht also keiner externen Kontrolle mehr, muss sein Handeln vor niemandem rechtfertigen. Ein Beispiel (zwar nicht aus einem Buch, aber dafür aus der realen Welt) ist Ludwig der 14 aus Frankreich.

Aristokratie: bezeichnet die Herrschaft des Adels über das Volk. Seltener auch die Herrschaft von Priesteradel über das Volk.

Autokratie: Herrschaft einer einzelnen Person oder Gruppe über sich. Also quasi eine Art Selbstherrschaft. Viele Rebellengruppen in Romanen wählen diese Herrschaftsform.

Demokratie: Die Herrschaft durch das Volk, die sowohl direkt als auch indirekt (über gewählte Mandatsträger)  ablaufen kann. Eignet sich besonders gut für Geschichten, die in einer Welt spielen oder besser in einem Land, dass unserem sehr ähnlich ist 😉

Diktatur: Herrschaft durch eine Einzelperson bzw, Zwangsherrschaft durch einen Diktator, Negative Beispiele gibt es in der Weltgeschichte leider genug. Auch in Büchern ist diese Herrschaftsform oft genutzt worden. Voldemort hat sich zB als Diktator der Zaubererwelt gesehen (auch wenn er das Wort so explizit natürlich nie erwähnt hat).

Gerontokratie: Herrschaft durch die Ältesten. Nicht gerade geläufig, aber fand ich interessant, da ich gerade eine Stargate Folge gesehen habe, die diese Herrschaftsform genutzt hat und die ich wirklich gut fand.

Häuptlingstum: Herrschaft durch einen dauerhaft anerkannten Anführer, oft wird dieses Amt vererbt. Jedoch hat ein Häuptling oft nicht die komplette Macht, sondern kann nur mit Einschränkungen handeln.

Monarchie: Herrschaft durch eine Einzelperson, oft  wird geglaubt, dass diese durch Gott erwählt wurde. Meist wird diese Alleinherrschaft durch Vererbung erlangt, seltener durch Wahlen.

Ihr seht, die Liste der Herrschaftsformen ist lang und es gibt auch viele unbekannt und sogar recht witzige dabei. Ich habe die Infos aus dem Internet gefischt, hauptsächlich von der Wikipedia Seite über die „Arten der Herrschaftsformen“. Wenn ihr das interessant findet, dann lest euch das zum Spaß einfach mal durch – verrückt, was es alles gibt

Um zum eigentlich Thema zurückzukehren: ihr seht, eure Welt kann vielen verschiedene politischen Systemen und Herrschaftsformen unterliegen. Man sollte sich aber immer überlegen: welche Konsequenzen für die Bewohner hat die gewählte Herrschaftsform? Welche Einschränkungen kann es geben, welche Chancen? Wie wirkt sich die Herrschaftsform auf das tägliche Leben auf? Eventuell sogar auf die Weltgestaltung? Ein Tyrann möchte seine Ländergrenzen vielleicht erweitern und lebt im ständigen Krieg, die Demokratie hingegen ist vielleicht bemüht, verschiedene Handelsbeziehungen aufzubauen. Ihr seht, auch diese Wahl hat wieder viele Folgen und Konsequenzen für die Erschaffung eurer Welt!

Welches Herrschaftssystem findet ihr besonders interessant in Romanen? Habt ihr auch eine Handlung oder eine Welt entworfen, in der Politik und Herrschaft eine bedeutende Rolle spielt? Und wenn ja, welche?

Weltenbau – ich male mir meine Welt, wie sie mir gefällt

**** Bevor es mit dem nächsten Teil der Serie weiter geht, noch einmal eine Info: die Serie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist natürlich nicht „das-perfekte-Rezept“ um eine Welt zu basteln. Ich suche für mich auch noch einen richtigen Weg und berichte lediglich von meinen Erfahrungen. Wenn ihr einen alternativen Weg habt, dann lasst mich gerne in den Kommentaren daran teilhaben! Und, auch wenn es hier jetzt Schwerpunktmäßig um den Weltenbau geht, heißt das natürlich auch nicht, dass die Welt und die Planung am wichtigsten in einem Roman ist: es ist lediglich ein Teil, der jetzt behandelt wird. ****

Heute möchte ich mit den totalen Basics anfangen: mit der Landkarte.  Eine Landkarte hilft uns, Struktur und eine Grundlage in die Planung der Welt zu bringen. Oft braucht man nicht eine ganze Welt, sondern nur einen bestimmten Ausschnitt darauf (sagen wir zwei Länder). Ihr kennt das bestimmt: gerade bei Fantasyromanen hat man am Anfang immer eine Karte, bevor der eigentlich Text anfängt (spontan fällt mir da ein: Herr der Ringe, der Hobbit, Eragon… es tut mir Leid, aber ich bin nicht so der Fantasy Leser, deshalb sind meine Beispiele ein bisschen plakativ, fürchte ich). So eine Karte ist auch zum Planen sinnvoll. Natürlich wird sie sich im Laufe des Prozesses noch ändern, aber sie bietet einen guten Ausgangspunkt. So genug geredet, los geht’s.

  1. Zunächst einmal sollte man folgende Dinge festlegen: Welche Äußeren Umstände befolgt meine Welt? Das klingt umständlich, ich formuliere es mal anders: Atmen deine Bewohner Luft? Leben sie unter Wasser? Fliegen sie?
  2. Wie groß wird deine Welt? Bzw was brauchst du davon wirklich im Detail? Nur einen Ort? Ein Land? Zwei Länder? Die ganze Welt? Als Beispiel die Tribute von Panem: die wichtigsten Orte sind Katness Distrikt 12 und Panem (also die Hauptstadt da). Hätte die Autorin aber von Anfang an nicht auch Distrikt 13 im Hinterkopf gehabt, so hätten Teil 2 und 3 nicht so wirklich funktioniert. Was man an dem Buch auch gut sieht: es gibt zwar alle anderen Distrikte, aber sie bekommen nur oberflächliche Attribute und werden nicht groß beschrieben. Die Autorin hat zwar eine große Welt erschaffen, aber nur wenig im Detail erläutert. (Gut, vielleicht weiß sie selbst trotzdem alles über die Distrikte und hat das Wissen nur dem Leser vorenthalten. Das kann natürlich sein 😀
  3. Nachdem du dir diese Gedanken gemacht hast, wird es an der Zeit zur Tat zu schreiten. Ich habe mir nun einen großen Bogen Papier genommen und die Grundzüge meines Landes einfach mal grob aufgemalt.
  4. Jetzt haben wir zumindest schon einmal einen Umriss, auf dem man aufbauen kann. Als nächstes überlege ich mir, was für meinen Helden essentiell wichtig ist. Bei mir ist es jetzt so, dass ich zwar eine große Stadt brauche, in der sich 95 % der Geschichte abspielt, aber ich brauche auch einen sinnvollen Außenbereich. Außerdem: irgendwie wäre es unlogisch, wenn es nur eine einzige Stadt in meiner ganzen Welt geben würde, also überlege ich mir, was noch außen liegen müsste. Ein anderes Beispiel: Nehmen wir Herr der Ringe. Frodo wohnt in seiner kleine Siedlung, fast am Ende der Welt gefühlt und muss nach Mordor, das unpraktischerweise am anderen Ende der Welt liegt. Die beiden Punkte müssen auf der Karte also auf jeden Fall schon einmal eingezeichnet werden, ohne sie funktioniert die Geschichte nicht. Wenn man jetzt weiß, dass Frodo unbedingt noch zu den Elfen muss, dann kann man sie auch schon einmal auf der Karte einzeichnen, zunächst als groben Bereich. Die Handlung der Geschichte (sofern man sich schon eine überlegt hat) bestimmten somit die Grundzüge des Landes.
  5. Nun wird es Zeit, sich langsam über Grenzen Gedanken zu machen: wo hört das eine Land auf? Die eine Stadt? Und wo hört die nächste auf? Und wie werden sie getrennt? Geographisch? Liegt einfach ein Riesenberg zwischen ihnen? Oder ein breiter Fluss? Jetzt wird es also Zeit für Details der Landkarte: Berge, Flüsse, Wälder, Ländergrenzen werden auf unserer Karte eingezeichnet. Achtet darauf, dass die Einzeichnung auch Sinn machen? Warum sollte eine Zivilisation sich an einem Berghang gründen, wo sie kein Wasser, kein Boden für den Ackerbau und schlechte Lebensbedingungen finden? Dafür braucht man einen Grund. Vielleicht brauchen sie das Gestein für ihre Energiegewinnung? Was es auch ist: vergesst nicht, die Welt sollte einer inneren Logik folgen! Städte haben sich zum Beispiel oft an Flüssen oder Seen angesiedelt oder an großen Meeren, um Handel treiben zu können und wegen der Wassergewinnung. In der Wüste lebt es sich schwerer als am Mittelmeer, was den Ackerbau angeht etc. Als diese Überlegungen solltet ihr beim Einzeichnen eurer Gebiete beachten.
  6. Gibt es verschiedene Klimazonen? Wenn ja, dann solltet ihr das nun auch festlegen und beachten. Es macht keinen Sinn immer abwechselnd eine Wüste und ein Eisgebiet nebeneinander liegen zu lassen (außer natürlich ihr habt auch ein verrücktes, aber halbwegs logisches und nachvollziehbares Klimasystem überlegt, das dieses rechtfertigt).
  7. Nun noch ein letzter Gedanke zu deinen Einwohnern: je nachdem um welche Art es sich handelt (Drache, Menschen, Hobbits, irgendwas, was ihr euch gerade erfunden habt und für das es noch keinen Namen gibt), brauchen sie auch andere Lebensbedingungen. Ein Drache braucht kein Land für den Ackerbau, ein Mensch braucht (je nach Entwicklungsstufe) meist keine Höhlen mehr. Beim Planen und Zuordnen der verschiedenen Rassen zu den Gebieten solltet ihr dies beachten.

So, das war es erst einmal. Wenn ihr diese Schritte soweit befolgt habt, dann habt ihr nun eine Landkarte vor euch liegen, in der verschiedene Länder mit unterschiedlichen Gegebenheiten vorliegen. Diese Karte dient nun als Ausgangspunkt eurer weiteren Planung und könnt ihr euch irgendwo hinlegen oder hinkleben, wo sie allseits präsent ist :D.

Wie beginnt ihr eure Planung einer Welt? Was ist euch am Anfang besonders wichtig?

Weltenbau – grundlegende Gedanken

Der erste Teil meiner Serie „Weltenbau“ befasst sich erstmal mit grundlegendem: welche Gedanken muss man sich machen, bevor man überhaupt anfängt, eine eigene Welt zu planen? Wie fange ich an? Was muss ich beachten?

Zunächst mal: aller Anfang ist schwer 😀 Habe ich auf jeden Fall so empfunden. Man hat tausend Ideen und muss sie irgendwie ordnen und logisch konsistent aufbauen. Oder – das andere Extrem – man hat zwar eine Handlung und braucht eine Welt, hat aber gar keine Ideen, wie diese aussehen könnte, welche Regeln es dort gibt, was man beachten muss. Ich denke das Wichtigste, das es zu bedenken gibt, ist: Die Welt muss einer inneren Logik folgen. Sie kann noch so abgedreht sein, sie kann unter Wasser liegen oder in der Luft, es können nur Drachen drin wohnen oder einer voll militarisierten kriegerischen Gesellschaft angehören: Aber es muss einer inneren Logik folgen. Inkonsistenz ist der Tod einer authentischen Welt in meinen Augen (ebenso wie für einen Plot). Was heißt das jetzt für die Umsetzung? Die von dir erschaffene Welt braucht bestimmte Rahmenbedingungen und Regeln, an die sich alles hält. Als Beispiel: gelten in deiner Welt die Gesetze der Physik, so wie wir sie auch kennen? Dann müssen die Äpfel vom Baum fallen und können nicht auf einmal durch die Luft fliegen, sobald sie eigentlich abfallen würden. Oder etwas anderes: deine Welt ist eine Unterwasserwelt, dann brauchen die Menschen / Tiere / Bewohner auch irgendeine Art biologisches oder technisches System, um dort atmen zu können. Sollte das fehlen, wird man sich als Leser direkt fragen, wie das gehen soll, eventuell frustriert werden und im schlimmsten Fall das Buch weglegen.

Was mich wieder zu „Aller Anfang ist schwer“ führt: natürlich wird deine Welt nicht schon direkt am Anfang perfekt sein. Es ist wie bei der Planung des Plots, man überarbeitet immer wieder und wieder, lässt neue Ideen einfließen, streicht manches. Auch der Weltenbau ist ein kontinuierlicher Prozess und nimmt auch durchaus Zeit in Anspruch.

Bevor man anfängt, sollte man sich Gedanken machen, was es überhaupt alles zu beachten gilt: was macht eine Welt eigentlich aus? Was muss alles geplant werden? Da gibt es zum einen die Landschaft, die komplette Geographie. Gibt es Länder? Wenn ja, welche Grenzen werden gezogen und warum? Gibt es dafür geographische oder politische Gründe? Wie sieht es aus mit der Nahrungsversorgung? Braucht man Felder und bestimmte Klimabedingungen oder ist die Zivilisation so hoch spezialisiert, dass sie es irgendwie züchten kann? Welche Jahreszeiten gibt es? Welches Zeitsystem? Gibt es überhaupt eine Zivilisation und Bevölkerung? Wenn ja, welche Arten sind es? Gibt es mehrere? Sprechen sie unterschiedliche Sprachen und haben unterschiedliche Lebensbedingungen? Wie sieht es mit der Politik aus? Nach welchem politischen System richtet sich die Welt oder die einzelnen Länder? Wie wird bezahlt? Gibt es Geld oder wird gehandelt? Oder werden die Güter verteilt? Gibt es noch Jäger und Sammler? Ist jeder für sich verantwortlich oder gibt es einen Staat, der alles regelt? Gibt es Religion? Wenn ja, welche? Und wie viele? Was wird verehrt? Oder gibt es sogar einen religiösen Kult? Resultieren spezielle Feiertage daraus, Wertevorstellungen oder Regeln (so wie der Sonntag als Ruhetag, so wie bei uns zum Beispiel)? Wie sieht das Rechtssystem aus? Welche Strafen gibt es, wer vollstreckt sie? Gibt es ein organisiertes Militär, wer befehlt es? Wie weit ist der technische Fortschritt der Welt? Gibt es zwischen verschiedenen Ländern Unterschiede? Wie sieht die Energieversorgung aus? Wird überhaupt Strom genutzt? Oder noch eine andere neuere Energiequelle? Oder wird nur mit Feuer geheizt? Wie sieht das Schönheitsideal der Einwohner aus? Was sind typische Arbeiten und Freizeitbeschäftigungen?

Ihr seht, die Liste ist schon ganz schön lang und ich garantiere nicht, dass ich alle Punkte genannt habe. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit habe ich auch einiges vergessen. (Wenn euch noch was einfällt, könnt ihr es gerne in die Kommentare schreiben!) Ich werde im Laufe der nächsten Zeit versuchen, diese Liste abzuarbeiten und so versuchen einen Weg aufzuzeichnen, wie man es angehen kann, seine eigene Welt zu planen (und nebenbei natürlich auch meine für mein 2. Projekt planen).

Fehlt euch noch was Essentielles? Habt ihr schon einmal eine eigene Welt geplant? Wie seid ihr dabei vorgegangen? Was hat euch besonders geholfen?

Start einer neuen Serie: Weltenbau

Ihr Lieben, eine neue Serie steht an! Für mein Projekt 2, einer Jugendroman Dystopie, ist es erforderlich, dass ich eine neue Welt erschaffe. Auch, wenn sich diese nicht ganz zu stark von unserer unterscheidet, gibt es trotzdem tausend Dinge, an die man denken muss. Um die Planung zu strukturieren und vor allem auch, um keinen wichtigen Punkt zu vergessen, habe ich beschlossen, der ganzen Weltenbau Thematik eine eigene Serie zu widmen. Diese hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Es gibt schon einige Blogs und Foren (die ich in späteren Beiträgen noch verlinken werde), die eine viel genauere Übersicht geben, als ich es hier tun werde. Wer jedoch nicht unbedingt High-Fantasy schreibt, der wird mir meiner Serie hoffentlich auch gut zurechtkommen! J

Die Serie wird sich in verschiedene Themen aufteilen, so beginnt sie mit der Frage, welche Grundlagen es benötigt, um eine eigene Welt zu erschaffen, wo man genau anfängt, über die Frage nach geographischen, politischen, religiösen Gegebenheiten, bis hin zu Thematiken wie Städtebau und –planung, Währung, Sprachentwicklung, Geschichte und Rechtssystem. Ihr seht schon, die Thematik des Weltenbaus ist sehr komplex und umfangreich! Solltet ihr euch da einen speziellen Artikel zu wünschen, dann schreibt es mir doch einfach in die Kommentare!

Und noch eine weitere Ankündigung: in den nächsten drei Wochen werde ich nicht mehr dazu kommen, den Blog so häufig zu überprüfen. Das heißt konkret, dass ich zwar ca. 2 Artikel pro Woche hochlade, aber vermutlich nicht mehr auf die Kommentare antworten kann in der Zeit. Grund dafür ist mein anstehender Urlaub (juhu! J ) sowie mein Uniwechsel und die damit verbundene Wohnungs- und Jobsuche (nicht mehr ganz so juhu! :D). Ich hoffe, ihr seht es mir nach!

Brief an Betaleser

Heute möchte ich euch einmal meine Email zeigen, die ich an meine Probeleser geschickt habe, einfach als Inspiration, wie man das machen kann bzw um euch zu zeigen, wie ich es gemacht habe:

Hey ihr Lieben!
Ihr habt euch ja bereit erklärt, mein Manuskript zu lesen, wenn es denn fertig ist – und es ist soweit 😀 Ich freu mich ganz doll und möchte mich auch noch einmal bei euch bedanken, dass ihr euch dazu bereit erklärt, es zu lesen und zu kommentieren.

Ein paar Sachen noch: ich würde mich freuen, wenn ihr mir einfach zu allem, was euch auffällt, Kommentare an den Rand schreibt. Ganz besonders wichtig sind natürlich Rechtschreibungs- und Grammatikfehler (obwohl ich hoffe, dass jetzt alle raus sind, aber bei so vielen Seiten verliert man leicht den Überblick) und (meine Lieblingsfehler) Wortwiederholungen.

Bedenkt bitte, dass ich einen Jugendroman geschrieben habe und dementsprechend sich auch Sprache und Handlung ausrichten. Also gibt es nicht zu viel Horror, nichts zu blutiges, nicht zu viel Erotik, solcher Kram halt. Mich würde übrigens sehr viel daran liegen, wenn ihr mir eine Einschätzung dazu abgeben würdet, wie alt ihr meine Zielgruppe schätzt.

Natürlich müsst ihr das Manuskript nicht zu Ende lesen. Fühlt euch bitte nicht verpflichtet. Wenn ihr keinen Bock mehr habt oder es einfach schlecht findet, dann sagt mir das bitte ganz ehrlich. Und es wäre schön, wenn ihr auch noch sagen könntet, wo ihr aufgehört habt zu lesen und warum. Generell gilt: seid mit eurer Kritik nicht zimperlich 😀 Mir hilft es nur, wenn ich weiß, was ich verbessern muss. Wenn ihr allerdings was wirklich gut gelungen findet, freue ich mich auch, wenn ihr das daneben schreibt 😀

Am Ende jedes Kapitels habe ich Fragen angehängt und ich würde mich wirklich freuen, wenn ihr die beantworten würdet. Manche beziehen sich auf das Kapitel direkt, andere sind allgemeinere Fragen und wiederholen sich. Teilweise klingen die Fragen wie in einer Deutschklausur, das tut mir Leid. Es soll nicht darum gehen, dass ich euer Verständnis des Textes abprüfen möchte, sondern darum, dass ich merke, ob ich das, was ich rüberbringen wollte an Info auch wirklich rüber gebracht habe (was ein Mammutsatz!).

Am Ende gibt es dann noch einen Abschlussfragebogen (in einer extra Datei). Da würde ich mich freuen, wenn ihr den beantwortet, wenn ihr ganz fertig seid mit Lesen (oder eben, wenn ihr aufhört, weil ihr es schlecht findet). Japp.
Ich denke, das war es so weit. Noch einmal tausend Dank, dass ihr die Mühe auf euch nehmt! Und lasst euch so viel Zeit, wie ihr braucht!

Alles Liebe!

Tag 158: Bereit für die Betaleser!

Es ist soweit: ich bin mit der 2. Überarbeitung meines 1. Projekts fertig!

Ich habe es noch einmal komplett gelesen, stellenweise auch laut. Habe besonders auf Füllwörter und Tempusänderungen geachtet. Und natürlich die ersten Kommentare meiner Alphaleserin eingebaut (hier an der Stelle auch noch einmal tausend Dank :)) )

Herausgekommen ist nun ein recht solides, 141 Normseiten langes Manuskript! Welches hoffentlich frei von Fehlern und Logiksprüngen ist 😉 Aber um das zu überprüfen und zu schauen, wie es überhaupt ankommt, werde ich es nun an meine Probeleser schicken! Davon sind einige selbst Schreiber, andere Hobbyleser, Freunde und Leute, mit denen ich noch nie ein Wort in Wirklichkeit gewechselt habe, die mir aber auch schon sehr geholfen haben auf meinem Weg :). Ich bin so gespannt auf ihr Feedback.

Ich verschicke das Manuskript komplett, allerdings bekommt jedes Kapitel (es gibt insgesamt 7) eine eigene Datei. Am Ende hänge ich jeweils noch Fragen an, allgemeine für jedes Kapitel und Inhaltsspezifische. Nicht, um zu überprüfen, wie gut meine Probeleser das Kapitel gelesen haben, sondern einfach um zu schauen, ob die Kernaussage des Kapitels deutlich wird.

Ich bin wirklich sehr gespannt und berichte euch dann von dem Feedback! Uiuiui! Langsam näher ich mich meinem Ziel! :))

Frankfurter Buchmesse 2015

Vom 14. Bis zum 18. Oktober 2015 ist es wieder soweit: die Frankfurter Buchmesse findet statt! Ich bin dieses Jahr zum allerersten Mal da und recht aufgeregt! Der diesjährige Ehrengast ist das Land Indonesien. Aufgeteilt in verschiedene Hallen werden jedes Jahr hunderte Neuerscheinungen der verschiedenen Genres vorgestellt und am Sonntag dann auch zum Verkauf angeboten. Außerdem erwarten einen Lesungen, Diskussionsrunden und Aussteller aus der ganzen Welt.

Ich war, wie gesagt, bisher noch nie auf so einer Messe, aber ich werde bestimmt begeistert sein. Um mich den Büchern auch komplett widmen zu können, fahre ich am Samstag alleine los, mit einer von der Mayerschen organisierten Reise. Man kann diese Busreise von verschiedenen Startpunkten aus buchen und dann Samstagmorgens nach Frankfurt fahren. Das Ticket für die Messe ist inklusive und abends wird man dann mit dem Bus wieder nach Hause gebracht.

Natürlich werde ich euch noch ausführlich von diesem Tag erzählen. Ward ihr schon einmal auf der Frankfurter Buchmesse? Was haltet ihr von der Messe? Ich habe jetzt schon von einigen gehört (vor allen kleineren Verlegern), dass sie die Messe in Leipzig für wesentlich besser halten und Frankfurt nicht so sehr empfehlen können. Ich bin gespannt. Im Moment freue ich mich einfach. Bücher ❤ ❤